Fassadenrisse erkennen und richtig bewerten
- Matthias Brüggemann
- 4. Jan.
- 1 Min. Lesezeit

Risse in der Fassade sind ein häufiges Thema bei Bestandsimmobilien. Sie wirken oft harmlos, können aber – je nach Ursache und Ausprägung – langfristig zu Schäden an der Gebäudehülle führen. Eine fachliche Einordnung hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielt zu handeln.
Fassadenrisse entstehen unter anderem durch Temperaturschwankungen, Materialspannungen, Setzungen oder Alterungsprozesse. Über feine Risse kann Feuchtigkeit in den Wandaufbau eindringen. Bleibt diese dauerhaft im Mauerwerk, kann es zu Abplatzungen, Frostschäden oder einer Durchfeuchtung angrenzender
Bauteile kommen. Bei gedämmten Fassaden sind Schäden oft nicht sofort sichtbar, da sich Feuchtigkeit zunächst hinter der Oberfläche sammelt.

Je nach Art und Ursache der Risse kommen unterschiedliche Instandsetzungssysteme zum Einsatz.
Bei feinen, oberflächlichen Rissen können rissüberbrückende Fassadenfarben oder beschichtungsintegrierte Gewebe ausreichend sein.
Bei tiefergehenden oder bewegungsaktiven Rissen sind dagegen Risssanierungssysteme, Gewebeeinlagen oder in manchen Fällen Teilflächenarmierungen erforderlich.
Welche Lösung sinnvoll ist, hängt von Rissart, Untergrund und Fassadenaufbau ab. Pauschale Lösungen sind hier nicht zielführend.
Warum das wichtig ist?
Eine frühzeitige Beurteilung verhindert unnötige Folgeschäden und ermöglicht gezielte, wirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen – statt späterer umfangreicher Sanierungen.
Gerne unterstützen wir Sie bei der fachlichen Bewertung von Fassadenrissen und der Auswahl geeigneter Instandsetzungsmaßnahmen.


